Merinowolle

Wolle ist ein natürliches Produkt und wird in erster Linie von Schafen gewonnen. Was das Fell des Merinoschafs aber so speziell macht sind die leichten, dünnen, atmungsaktiven Haare, die die Sommerhitze erträglich machen. Die Merinoschafe haben eine halb so große Faserstärke im Fell als bei üblichen Schafen. Das erklärt, warum herkömmliche Wolle kratzt, während sich Merinowolle angenehm weich auf der Haut anfühlt.

Die Wolltextilien sind auch bekannt für ihre guten Isolationseigenschaften. Durch die Kräuselungen der Fasern entstehen nämlich Luftkammern, die die Körperwärme einschließen und zurückhalten. Zudem entstehen weniger Kontaktpunkte zwischen Material und Haut, was dazu führt, dass weniger Wärme abgeleitet wird. Denn Luft leitet Wärme nur sehr schlecht, das Textilmaterial dagegen schon. Es speichert also Körperwärme und wirkt somit isolierend nach außen – ob nun gegen Winterkälte oder Sommerhitze.

Außerdem wird während der Wasserdampf im Faserinneren absorbiert wird,  die Faseroberfläche Wasser (zum Beispiel Regentropfen) abgestoßen. Das heißt das Material bleibt darum trocken, was eine wichtige Voraussetzung für ein wärmendes Körpergefühl ist (wenn man nass ist friert man). Außerdem erzeugen Merinofasern wenn sie Feuchtigkeit aufnehmen Wärme. Durch kollidierende Moleküle, entsteht freigesetzte Energie. Die Wolle wärmt also aktiv solange sie Feuchtigkeit aufnimmt.

 

Merino-Funktionsbekleidung

 

Merinowolle kann in Funktionsunterwäsche zum Einsatz kommen und ist für jeglichen Sport gut geeignet, aber auch in Midlayern wie Fleecejacken sowie Pullovern und sogar in der dritten Lage wird die tolle Faser verarbeitet!