Textilien

ISOLATION

DAUNE

Beim lebenden Vogel sind die Federäste durch Körperbewegungen negativ geladen. Hierdurch bilden sich im Daunenkleid Luftpolster, die vor Kälte oder Hitze schützen und besonders gut isolieren. 

Es gibt kaum Alternativen, die ähnlich gute Eigenschaften wie Daunen aufweisen. Nach wie vor gilt das Material als wärmste Isolationsfaser mit dem besten Verhältnis von Wärmeleistung zu Eigengewicht und Volumen bezogen auf das Packmaß. Mittlerweile gibt es sogar imprägnierte Daune. Besonders im Winter und extrem kalten Bereichen wie auf Alpintouren sind die feinen Federn als Füllung für Jacken einfach nur optimal. Außerdem besitzen sie eine gute Bauschkraft! Wenn man Daunen zum Beispiel zusammendrückt und wieder loslässt, entfalten sie sich schnell von Neuem und finden in ihre ursprüngliche Form zurück.

PRIMALOFT

Als künstliche Daune sorgt PrimaLoft in Outdoorbekleidung, -ausrüstung und Mode für effektiven, feuchtigkeitsresistenten Kälteschutz. Doch woraus besteht das Material und wie unterscheidet sich Primaloft von anderen Kunstfaserisolationen?

PrimaLoft ist ein hochwertiges, synthetisches Isolationsmaterial aus Polyester. Es bietet ein optimales Verhältnis von Wärmeleistung zu Eigengewicht und Volumen. Der Wärmerückhalt ist mit dem einer guten Gänsedaune vergleichbar. Dabei sind die Fasern so dünn und weich, dass sie sich der Körperform flexibel anschmiegen. Primaloft-Isolation ist klein komprimierbar, bleibt aber – im Gegensatz zu unbehandelter Daune auch bei Nässe bauschig und trocknet schnell.  In nassem Zustand behält das Material seine Form und rund 98 % seiner Isolationseigenschaften. Dabei kann Wasserdampf ungehindert aus der Bekleidung entweichen. Die ultrafeinen Mikrofasern werden bereits in der Herstellung mit einer speziellen, in der Faser verankerten Veredelung wasserabweisend ausgerüstet. 

Primaloft ist von seinen Eigenschaften sehr nahe der Daune und unter den meisten Outdoor-Bedingungen – insbesondere im alltäglichen Gebrauch – eine echte Alternative zum Federkleid der Gänse. Bei Regen, Bedingungen mit andauernd hoher Luftfeuchtigkeit oder schweißtreibenden Aktivitäten ist Primaloft nicht zu schlagen.

SWISSWOOL

Technisch gesehen ist unsere Swisswool-Füllung ein Vlies, das zu ca. 90% Wollfasern besteht. Die lockere Struktur der Wattierung gelingt durch eine spezielle Herstellungsart und wird von sogenanntenStützfasern aus Polylactid, einem Material das aus Mais gewonnen wird, in Form gehalten. 

Swisswool hat eine ausgezeichnete Isolationsfähigkeit und bleibt auch in nassem Zustand in ihrer ursprünglichen Form. WieDaune hat die Wolle ein sehr großes Temperaturwohlfühlspektrum, weil Feuchtigkeit gepuffert werden kann. Die Wärmeleistung ist sehr gut, das Wärme-Isolationsverhältnis ideal, durch ein gutes Packmaß bleibt man mit den Produkten auch sehr flexibel.

Der größte Vorteil gegenüber Daune ist sicher die Tatsache, dass Wolle auch in nassem Zustand noch wärmt. Es gibt kein Verkleben oder Verrutschen der Isolationsschicht, da die Wolle als gleichmäßiges Vlies in allen Produkten verarbeitet wird.

Wir setzen auf die oben genannten Isolationen, da sie alle Eigenschaften für den Sportler am, oder um den Berg vereinen. Kleines Packmaß, sehr gute Isolation mit einem sensationellen geringen Gewicht. Da kann der Tag noch so kalt sein, frieren gehört der Vergangenheit an.

MERINOWOLLE

Wolle ist ein natürliches Produkt und wird in erster Linie von Schafen gewonnen. Was das Fell des Merinoschafs aber so speziell macht sind die leichten, dünnen, atmungsaktiven Haare, die die Sommerhitze erträglich machen. Die Merinoschafe haben eine halb so große Faserstärke im Fell als bei üblichen Schafen. Das erklärt, warum herkömmliche Wolle kratzt, während sich Merinowolle angenehm weich auf der Haut anfühlt.

Die Wolltextilien sind auch bekannt für ihre guten Isolationseigenschaften. Durch die Kräuselungen der Fasern entstehen nämlich Luftkammern, die die Körperwärme einschließen und zurückhalten. Zudem entstehen weniger Kontaktpunkte zwischen Material und Haut, was dazu führt, dass weniger Wärme abgeleitet wird. Denn Luft leitet Wärme nur sehr schlecht, das Textilmaterial dagegen schon. Es speichert also Körperwärme und wirkt somit isolierend nach außen – ob nun gegen Winterkälte oder Sommerhitze.

Außerdem wird während der Wasserdampf im Faserinneren absorbiert wird,  die Faseroberfläche Wasser (zum Beispiel Regentropfen) abgestoßen. Das heißt das Material bleibt darum trocken, was eine wichtige Voraussetzung für ein wärmendes Körpergefühl ist (wenn man nass ist friert man). Außerdem erzeugen Merinofasern wenn sie Feuchtigkeit aufnehmen Wärme. Durch kollidierende Moleküle, entsteht freigesetzte Energie. Die Wolle wärmt also aktiv solange sie Feuchtigkeit aufnimmt.

Merinowolle kann in Funktionsunterwäsche zum Einsatz kommen und ist für jeglichen Sport gut geeignet, aber auch in Midlayern wie Fleecejacken sowie Pullovern und sogar in der dritten Lage wird die tolle Faser verarbeitet!

POLYESTER

Polyester ist ein synthetischer Stoff und aus Kleiderschränken kaum wegzudenken. Manche begegnen der Kunstfaser mit Skepsis, doch Polyester bietet auch einige entscheidende Vorteile gegenüber den Naturfasern. Er ist pflegeleicht, leicht zu waschen, muss häufig nicht einmal gebügelt werden. Dies spart sehr viel Zeit, vor allem im Sommer, wenn T-Shirts oder Sommerkleider schnell durchgeschwitzt sind. Außerdem trocknet der Stoff dann wieder schnell und transportiert Feuchtigkeit gut ab. Weitere Eigenschaften des Stoffes wären die Weichigkeit und Hautsympatie, zudem kann er Wärme sehr gut speichern.

POLYAMID

Polyamid ist ein thermoplastischer Kunststoff. Die Beständigkeit des Materials und die extreme Schlagzähigkeit macht die technische Nutzung der Kunststoffe möglich. Zudem ermöglicht die Steifigkeit bei gleichzeitiger Elastizität der Polyamide, sehr feine aber reißfeste Fäden daraus zu entwickeln. 

Polyamid nimmt außerdem wenig Feuchtigkeit auf, ist daher besonders schnell trocknend und sowohl im nassen, als auch im trockenen Zustand sehr reißfest und widerstandsfähig. Diese Eigenschaften, speziell die nur minimale Wasseraufnahme, verleiht Polyamiden ihre sehr hohe Formstabilität. Das Wasser wird vom Polyamid-Stoff direkt wieder an die Umluft abgegeben. Der leichte Stoff (leichter als Seide) gilt als mottensicher, verträgt allerdings hohe Temperaturen eher schlecht.

NATURFASERN

BAUMWOLLE

Baumwolle ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Pflanze gewonnen wird. Verglichen mit synthetischen Fasern ist Baumwolle sehr saugfähig und kann bis zu 65 % des Gewichtes an Wasser aufnehmen. Sind allerdings Gewebe aus Baumwolle einmal nass geworden, trocknen sie nur langsam. Zudem besitzt Baumwolle auch eine hohe Schmutz- und Ölaufnahmefähigkeit, ist aber auch in der Lage, diese wieder abzugeben. Baumwollstoffe gelten außerdem als sehr hautfreundlich, kratzen nicht und haben ein äußerst geringes Allergiepotential.

Bei Modal handelt es sich um eine natürliche Faser, die durch chemische Verfahren aus Zellulose hergestellt wird. Trotz der chemischen Herstellung entspringt Modal vollständig aus Naturstoffen und die Herstellung erfolgt ökologisch vertretbar. Dennoch unterscheidet sich Modal von Baumwolle durch eine hohe Elastizität und Strapazierfähigkeit und von Viskose durch seine Festigkeit und die glatte Oberfläche. Durch die hohe Saugfähigkeit, Robustheit und Langlebigkeit sowie Atmungsaktivität eignet sich die Faser besonders für körpernahe Verwendung, zum Beispiel als Unterwäsche.

TENCEL

Die Faser von Tencel wird neben Buchen, vor allem aus asiatischem Eukalyptusholz gewonnen, welches aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern oder von Plantagen stammt. Unabhängig von seinen ökologischen Vorzügen weist Tencel noch weitere Vorteile auf. So ist der Zellstoff wesentlich atmungsaktiver als Baumwolle, er nimmt ca. 50% mehr Wasser auf. Zudem gibt Tencel die aufgenommene Feuchtigkeit auch direkt wieder an die Umgebung ab. Durch die fehlende Feuchtigkeit wird der Stoff außerdem resistent gegenüber Bakterien und unangenehme Gerüche haben keine Chance. Und all das ohne den Zusatz chemischer Stoffe. Die Faser ist durch eine besonders glatte Struktur gekennzeichnet, welche der Oberfläche einen seidigen Griff verleiht und Hautreizungen verhindert.