Zelte

Beim Camping im Zelt lässt sich der Urlaub wunderbar genießen. Je nach Anzahl der Camper, Einsatzgebiet und Ausstattung bietet sich ein breites Angebot. Durch eine große Vielseitigkeit im Anwendungsbereich ergeben sich völlig verschiedene Zelttypen mit individuellen Eigenschaften. Das vielleicht entscheidenste Kriterium bei der Auswahl ist die Personenzahl. Wer mit der Familie zum Camping fahren möchte benötigt viel Platz zum übernachten und Stauraum für Ausrüstung. Wer auf Solotour in den Bergen unterwegs ist, braucht kein 8-Personen Basislagerzelt.

Unterscheiden lassen sich Zelte beispielsweise anhand der Konstruktion. So gibt es: Tunnelzelte, Kuppelzelte und Geodäten.

 

Tunnelzelte

Das Tunnelzelt hat eine rechteckige Form. Die Gestänge kreuzen sich aber nicht, sondern laufen parallel zueinander in Bogenform von einer Seite zur anderen. Dadurch ergibt sich eine Form, die einem halbierten Zylinder ähnelt. Diese Konstruktion steht  nicht von alleine und muss immer ordentlich mit Zeltschnüren und Zeltheringen abgespannt werden. Der Vorteil ist dabei das deutlich bessere Verhältnis von Grundfläche zu nutzbarem Innenraum. Die Wände sind bei einem Tunnelzelt sehr steil und man hat über die gesamte Länge in der Mitte die maximale Höhe zur Verfügung. 

 

Kuppelzelte

Die häufigste Zeltkonstruktion ist sicherlich das Kuppelzelt, auch als Igluzelt bekannt. Es besitzt einen rechteckigen Grundriss und zwei Gestängebögen, die sich zentral kreuzen. Durch diese Form steht das Zelt auch von selbst und muss bei windstillem Wetter kaum zusätzlich abgespannt werden. Außerdem lässt es sich auch nach dem Aufbauen noch umherschieben. Die Form bietet ein relativ gutes Verhältnis von Grundfläche zu nutzbarer Innenfläche, die maximale Höhe erreicht das Zelt aber nur an einem Punkt.

 

Geodät

Das Geodät Zelt ist eine Mischung aus einem Kuppelzelt und mehreren Gestänge-Kreuzungen. Durch die Kreuzungen verteilt sich der Druck von Wind oder Schneelasten gleichmäßiger auf mehrere Stangen. Dadurch sind geodätische Zelte deutlich stabiler als normale Kuppelzelte. Sie finden daher hauptsächlich im Expeditionsbereich Anwendung, wo es auf maximalen Wetterschutz unter extremen Bedingungen ankommt. 

 

Zeltmaterial

Neben dem Grundmaterial der Bespannung und des Bodens ist auch die Beschichtung ein wichtiges Merkmal für die Qualität eines Zelts. Auch das Material des Gestänges macht einen entscheidenden Unterschied beim Preis, Gewicht und der Stabilität aus. Ein leicht vergleichbares Qualitätsmerkmal ist die Angabe der Wassersäule. Sie definiert, wie viel Wasserdruck auf ein Gewebe wirken kann, bevor Wasser eindringt. Ab 1500 mm Wassersäule gilt ein Stoff als wasserdicht. ie beiden häufigsten Materialien sind Polyamid und Polyester. Polyamid hat den Vorteil, besonders reißfest und abriebfest zu sein.  Der UV-Schutz wird durch eine Silikonbeschichtung deutlich erhöht.